Wie entsteht Lungenhochdruck?

Bei Lungenhochdruck, in der Medizin als pulmonale Hypertonie bezeichnet, ist der Blutdruck im Lungenkreislauf krankhaft erhöht. Das rechte Herz muss dadurch dauerhaft gegen einen zu hohen Widerstand anpumpen. Die Ursachen für diese Erkrankung sind vielfältig und stehen oft im Zusammenhang mit anderen Vorerkrankungen.

Eine der häufigsten Ursachen sind Erkrankungen des linken Herzens. Wenn beispielsweise die Herzklappen nicht mehr richtig schließen oder der Herzmuskel geschwächt ist, staut sich das Blut in die Lunge zurück. Dieser Rückstau erhöht schrittweise den Druck in den Lungengefäßen.

Ebenfalls weit verbreitet ist Lungenhochdruck als Folge von chronischen Lungenerkrankungen. Dazu zählen insbesondere die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) sowie die Lungenfibrose, bei der es zu einer Vernarbung des Lungengewebes kommt. Durch den anhaltenden Sauerstoffmangel und den Umbau von Gewebe verengen sich die feinen Blutgefäße der Lunge.

Zudem gibt es Formen, die familiär gehäuft auftreten und genetisch bedingt sind. In einigen Fällen lässt sich trotz ausführlicher Diagnostik kein eindeutiger Auslöser finden – man spricht dann von einer sogenannten idiopathischen pulmonalen Hypertonie.

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