Wie lange bleibt Plastik im Magen?

Wenn jemand aus Versehen ein kleines Stück Plastik verschluckt, muss er sich in der Regel keine großen Sorgen machen. Das Verdauungssystem kann Plastik weder abbauen noch verstoffwechseln – zu robust ist das Material. Es passiert den Magen-Darm-Trakt meist unverändert und wird nach einigen Tagen auf natürlichem Weg wieder ausgeschieden.

Im Magen selbst bleibt ein Plastikteilchen selten länger als ein paar Stunden. Die Magensäure ist stark, doch sie greift Metalle oder organische Stoffe an – nicht aber Kunststoffe. Sobald das Plastik den Magen verlässt, wandert es weiter durch den Darm, ohne dass dort Enzyme oder Bakterien etwas an ihm zersetzen können. Das ist auch der Grund, warum Plastik in der Natur so langlebig ist: Weder im Körper noch in der Umwelt zerfällt es leicht.

Trotzdem ist ein versehentlich verschlucktes Plastikteilchen kein Grund zur Panik – vorausgesetzt, es ist klein und hat keine scharfen Kanten. Größere oder spitze Objekte können im Verdauungstrakt hängen bleiben oder Verletzungen verursachen. In solchen Fällen sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Interessant ist, dass Wissenschaftler mittlerweile Mikroplastik auch im menschlichen Körper nachweisen können – nicht nur im Darm, sondern auch in Blut und Gewebe. Das zeigt, wie stark Plastik bereits in unsere Lebenswelt eingedrungen ist. Doch bei einem einzelnen, zufällig verschluckten Stück handelt es sich meist nur um einen harmlosen Ausrutscher, den der Körper einfach ausscheidet.

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