Dauer einer MRSA-Infektion: Wann ist das Bakterium wirklich weg?
Die Frage, wie lange es dauert, bis ein MRSA-Keim (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) vollständig verschwunden ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Bei manchen Patienten lässt sich der Erreger bereits nach wenigen Wochen gezielter Behandlungs- und Hygienemaßnahmen nicht mehr nachweisen. Bei anderen kann eine sogenannte Besiedlung, oft ganz ohne Symptome, über viele Monate oder gar Jahre bestehen bleiben.
Besonders im Krankenhaus und in Pflegeeinrichtungen erfordert das Auftreten von multiresistenten Erregern strenge Vorsichtsmaßnahmen. Ein entscheidender Grundsatz der Krankenhaushygiene lautet dabei: Keine gemeinsame Unterbringung von MRSA- und VRE-Patienten in einem Zimmer! Die Kombination verschiedener resistenter Erreger muss zwingend vermieden werden, um eine Übertragung oder weitere Mutationen zu verhindern.
Für Patienten in Isolierung stellt sich häufig die Frage, wann die Maßnahmen wieder aufgehoben werden können. In der medizinischen Praxis gilt eine räumliche Isolierung erst dann als offiziell beendet, wenn zwei aufeinanderfolgende negative Screeningbefunde vorliegen. Diese Abstriche werden in festgelegten zeitlichen Abständen genommen, um sicherzustellen, dass der Keim nicht nur vorübergehend unter der Nachweisgrenze liegt, sondern tatsächlich dauerhaft eliminiert wurde.
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