Wann wird es nach dem Sonnenuntergang wirklich dunkel?

Wenn die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist, ist es nicht sofort dunkel. Tatsächlich beginnt erst die sogenannte Dämmerung – eine Übergangszeit, in der noch genug Licht in der Atmosphäre vorhanden ist, um die Umgebung wahrzunehmen. Diese Phase teilt sich in drei Abschnitte: die bürgerliche, die nautische und die astronomische Dämmerung.

Die astronomische Dämmerung setzt ein, wenn die Sonne bereits etwa 12 Grad unter dem Horizont steht – also nach Ende der nautischen Dämmerung. In dieser letzten Phase der Dämmerung verblasst das letzte Restlicht der Sonne langsam. Erst wenn die Sonne 18 Grad unter dem Horizont steht, gilt die Nacht als eingetreten. Zu diesem Zeitpunkt ist der Himmel richtig dunkel, und die Sterne sind deutlich am Firmament zu erkennen – vorausgesetzt, es ist kein störendes Licht aus der Umgebung vorhanden.

Wie lange es nach dem Sonnenuntergang dauert, bis es wirklich dunkel wird, hängt von der Jahreszeit und dem geografischen Ort ab. In mittleren Breiten wie in Deutschland dauert die gesamte Dämmerung meist zwischen 60 und 90 Minuten. In den Sommermonaten kann sie jedoch länger sein, besonders im Norden Deutschlands, wo die Sonne flacher untergeht. Insgesamt dauert die astronomische Dämmerung etwa zwei Stunden, bis der Nachthimmel seine volle Dunkelheit erreicht hat.

Wer Sternschnuppen beobachten oder die Milchstraße bewundern möchte, sollte also etwas Geduld mitbringen – der wahre Nachthimmel zeigt sich erst nach dieser stillen Übergangszeit.

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