Was bedeutet eine Tilgung von 2 %?
Wenn von einer 2-prozentigen Tilgung die Rede ist, bedeutet das, dass jährlich 2 % der ursprünglichen Kreditsumme zurückgezahlt werden. Bei einem Immobilienkredit ist das besonders wichtig, denn meist wird ein sogenanntes Annuitätendarlehen abgeschlossen – das heißt, die monatliche Rate bleibt über Jahre hinweg gleich hoch.
Interessant ist: Diese gleichbleibende Rate setzt sich aus zwei Teilen zusammen – dem Zinsanteil und der eigentlichen Tilgung. Der Zinsanteil ergibt sich aus dem aktuellen Zinssatz auf den noch offenen Kreditbetrag, der Tilgungsanteil ist der Teil, der die Schuld verringert. Zu Beginn ist der Zinsanteil oft höher, da der gesamte Kreditbetrag noch voll verzinst wird. Mit der Zeit sinkt der Zinsanteil und der Tilgungsanteil wächst – bei gleichbleibender Monatsrate.
Ein Beispiel: Bei einem Kredit über 200.000 Euro und 2 % Tilgung würden am Anfang etwa 4.000 Euro pro Jahr (also 333 Euro pro Monat) zur Rückzahlung beitragen. Hinzu kommen die Zinsen – sagen wir bei 3 % Zinsen weitere 6.000 Euro im Jahr. Die Gesamtrate läge dann bei etwa 833 Euro monatlich.
Wichtig zu wissen: Wer eine höhere Tilgung wählt, zahlt den Kredit schneller zurück und reduziert die Gesamtkosten, weil weniger Zinsen anfallen. Viele Experten raten heute sogar zu einer höheren Anfangstilgung – mindestens 3 bis 4 % – um die Laufzeit nicht unnötig in die Länge zu ziehen.
Wer also eine 2-prozentige Tilgung vereinbart, sollte sich bewusst machen: Das führt meist zu einer langen Laufzeit, oft über 30 Jahre hinaus – je nach Zinssatz und Entwicklung.
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