Wie lange dauert es vom Anpicken bis zum Schlupf bei Hühnern?

Wenn ein befruchtetes Hühnerei unter richtigen Bedingungen bebrütet wird, dauert es in der Regel 19 bis 21 Tage, bis das Küken schlüpft. Doch der eigentliche Schlupfvorgang startet erst, wenn das Küken von innen an die Schale pickt – ein Moment, der oft als „Pipping“ bezeichnet wird.

Das Anpicken geschieht meist am 20. oder 21. Tag. Danach kann es mehrere Stunden dauern, bis das Küken sich vollständig aus dem Ei befreit. In dieser Phase ist es besonders wichtig, nicht einzugreifen. Viele Anfänger machen den Fehler, dem Küken „helfen“ zu wollen, wenn es langsam aussieht. Doch der Schlupf ist ein natürlicher Prozess – das Küken braucht diese Anstrengung, um seine Lungen richtig zu aktivieren.

Wichtig ist, dass die Brüter auf etwa 37,5 °C und die Luftfeuchtigkeit auf 65–75 % eingestellt bleibt, besonders in den letzten Tagen. Zu niedrige Feuchtigkeit kann dazu führen, dass die Eihaut austrocknet und das Küken nicht mehr herauskommt. Auch Zugluft oder zu häufiges Öffnen des Brutgeräts können gefährlich sein.

Ein gesundes Küken ist nach dem Schlupf meist noch nass und erschöpft, richtet sich aber innerhalb von Stunden auf. Es sollte erst nach vollständiger Trocknung und Stabilisierung in den Auslauf umgesetzt werden. Die ersten 24 Stunden nach dem Schlupf braucht es noch keine Nahrung – der Rest des Ei-Dotters im Körper versorgt es ausreichend.

Wer zum ersten Mal Küken brütet, staunt oft über die Geduld, die dieser Prozess erfordert. Doch mit etwas Wissen und Ruhe wird das Wunder des Lebens im eigenen Brutkasten zu einem unvergesslichen Erlebnis.

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