Wann sagt man „Master“ in Deutschland?
In Deutschland ist der Begriff Master heute fester Bestandteil der akademischen Welt. Obwohl das Wort ins Deutsche übersetzt „Meister“ oder „Magister“ bedeuten könnte, bleibt man im Hochschulbereich beim englischen Begriff. Das hat historische und internationale Gründe.
Früher schloss man in Deutschland oft mit einem Magister oder Diplom ab. Mit der Umstellung auf das dreistufige Bologna-System – bestehend aus Bachelor, Master und Promotion – wurden die traditionellen Abschlüsse angepasst. Seitdem ist der Master of Science (M.Sc.) oder der Master of Arts (M.A.) die gängige Bezeichnung für einen fortgeschrittenen universitären Abschluss nach dem Bachelor.
Man sagt also „Master“, weil dieser Titel international verständlich ist und die Mobilität von Studierenden und Fachkräften erleichtert. Ob in Berlin, München oder im Ausland – der Master ist klar als Qualifikation erkennbar. Die deutsche Übersetzung wird bewusst nicht verwendet, um Verwirrung mit alten Abschlüssen wie dem Magister zu vermeiden.
Interessant ist auch, dass der Begriff „Master“ in anderen Lebensbereichen oft falsch verwendet wird – etwa im Sport oder im Beruf – wo er dann eher als „Meister“ im übertragenen Sinne gemeint ist. Doch an deutschen Hochschulen gilt klar: Wer den zweiten akademischen Abschluss erlangt, hat einen Master gemacht – nicht einen „Meister“.
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