Wie lange hält die Wirkung von EMDR an?
Die Wirkung der EMDR-Therapie – also der sogenannten «Behandlung mit Augenbewegungen» – zeigt bei vielen Patienten bereits nach wenigen Sitzungen erste Erfolge. Doch wie lange diese Wirkung anhält und was dabei an Begleiterscheinungen auftreten kann, beschäftigt viele, die sich für diese Behandlungsmethode entscheiden.
Kurzfristige Nebenwirkungen wie emotionale Belastung, innere Unruhe oder körperliches Unwohlsein sind nicht unüblich. Diese Symptome verschwinden bei den meisten Menschen jedoch innerhalb weniger Tage. Sie sind Teil des Verarbeitungsprozesses, bei dem traumatische Erinnerungen neu organisiert werden.
Einige Betroffene berichten von mittelfristigen Reaktionen wie Schlafstörungen oder intensiven Träumen, die bis zu mehreren Wochen andauern können. Solche Phasen sind zwar belastend, aber in der Regel vorübergehend. Wichtig ist, dass die Therapie durch eine erfahrene Fachkraft begleitet wird und der Patient genügend Unterstützung erfährt.
Langfristige negative Auswirkungen von EMDR sind selten. Im Gegenteil: Viele Studien zeigen, dass die positive Wirkung der Therapie oft über Monate und Jahre anhält – besonders wenn die Behandlung abgeschlossen und stabilisiert wurde. Mit kontinuierlicher Betreuung und gegebenenfalls Nachsorge lassen sich selbst seltene Herausforderungen gut managen.
EMDR kann ein wirksames Mittel gegen Traumafolgen sein. Wie bei jeder Therapieform ist jedoch Geduld gefragt – und das Wissen, dass kleine Rückschläge am Weg zur Besserung normal sind.
Stand: 24.07.2024
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