Was passiert, wenn man zu viel Geld auf dem Konto hat?

Die Frage klingt erst einmal merkwürdig – zu viel Geld? Klingt doch ideal! Tatsächlich ist aber gemeint: Was passiert, wenn man mehr ausgibt, als auf dem Konto vorhanden ist? Und das ist eine ganz reale Situation, die vielen Menschen schon einmal passiert ist.

Wenn Sie beispielsweise eine Überweisung tätigen oder mit der Karte zahlen, obwohl nicht genügend Guthaben vorhanden ist, kommt es zur sogenannten Überziehung. Die meisten Banken und Sparkassen erlauben das – aber nur bis zu einer bestimmten Summe. Dieser sogenannte Dispokredit wird oft automatisch eingeräumt, wenn Sie ihn freigeschaltet haben.

Beachten Sie jedoch: Diese vorübergehende Kontoüberziehung ist kein kostenloses Geschenk. Sie muss wieder ausgeglichen werden, und je nach Vereinbarung fallen Zinsen an. Je länger das Minus besteht, desto teurer wird es. Besonders wichtig ist daher: Handeln Sie schnell. Sobald Sie wieder Einnahmen haben, sollten Sie das Konto langsam wieder auffüllen, um tiefer in die roten Zahlen zu geraten.

Ein kleiner Minus-Betrag für kurze Zeit ist kein Drama – viele nutzen den Dispokredit sogar bewusst für kleine Zwischenfinanzierungen. Doch wer regelmäßig überzogen ist, sollte sein Ausgabenverhalten überprüfen. Langfristig ist es klug, immer einen kleinen Puffer auf dem Konto zu haben – etwa ein bis zwei Monatsgehälter – um unerwartete Kosten zu decken, ohne gleich in die Schuldenfalle zu tappen.

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