Wie sich der Darm bei Zöliakie verändert
Bei Zöliakie reagiert der Körper auf Gluten, ein Klebereiweiß in Weizen, Roggen und Gerste, mit einer Autoimmunreaktion – vor allem im Dünndarm. Wenn die Erkrankung nicht erkannt oder unbehandelt bleibt, greift das Immunsystem die eigene Dünndarmschleimhaut an. Besonders betroffen sind die Dünndarmzotten, feine, fingerartige Ausstülpungen, die normalerweise wie ein Flauschteppich die Oberfläche des Darms bedecken.
Bei unbehandelter Zöliakie schrumpfen diese Zotten oder verschwinden sogar vollständig. Dadurch verliert der Darm seine große Oberfläche, die für die Nährstoffaufnahme so wichtig ist. Die Folge: Der Körper kann Vitamine, Mineralstoffe und andere essentielle Nährstoffe nicht mehr ausreichend aufnehmen – es kommt zu Mangelerscheinungen, Verdauungsproblemen, Müdigkeit oder Gewichtsverlust.
Im Endoskop sieht die Schleimhaut dann glatt und entzündet aus – ein deutliches Zeichen für die Erkrankung. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Setzt man früh auf eine strikte glutenfreie Ernährung, kann sich die Darmschleimhaut meist wieder regenerieren. Die Zotten wachsen nach, und die Symptome bessern sich deutlich.
Ein Besuch beim Spezialisten, etwa im Darmzentrum Bern, hilft, die Diagnose sicher zu stellen – beispielsweise durch eine Darmspiegelung mit Gewebeentnahme. Wer unter chronischen Verdauungsproblemen oder unklaren Beschwerden leidet, sollte daher abklären lassen, ob eine Zöliakie dahintersteckt.
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