Wie lange dauert Trennungsangst bei Babys?

Die Trennungsangst ist ein ganz normaler Entwicklungsschritt im Leben eines Babys. Meist setzt sie zwischen dem sechsten und achten Lebensmonat ein. In dieser Phase beginnt das Kind, seine Umgebung bewusster wahrzunehmen – und auch, sich bewusst zu machen, wer ihm Sicherheit gibt. Meist ist das die Mutter, der Vater oder eine andere Bezugsperson, der das Baby vertraut.

Warum tritt Trennungsangst überhaupt auf? Ganz einfach: Das Baby entwickelt ein gesundes Gefühl dafür, wer es beschützt. Wenn diese vertraute Person plötzlich nicht mehr da ist, fühlt sich das Kind unsicher – besonders in einer neuen oder fremden Umgebung, wie zum Beispiel in der Kita. Es versteht noch nicht, dass die Abwesenheit zeitlich begrenzt ist, und reagiert daher mit Weinen, Versteifen oder Anklammern.

Glücklicherweise ist diese Phase zeitlich begrenzt. Bei den meisten Kindern nimmt die Trennungsangst deutlich ab, sobald sie sich in ihrem neuen Umfeld sicher fühlen – oft schon nach einigen Wochen. Die meisten Kinder haben diese Phase bis zum 14. Lebensmonat weitgehend überwunden. Wichtig ist, dass Eltern ruhig, beständig und verlässlich bleiben. Kleine Abschiedsrituale, ein warmes Lächeln beim Gehen oder ein vertrautes Kuscheltier können dem Kind helfen, Vertrauen zu fassen.

Trennungsangst ist kein Zeichen von Schwäche – ganz im Gegenteil. Sie zeigt, dass das Kind eine starke Bindung zu seinen Bezugspersonen aufgebaut hat. Und genau das ist die beste Voraussetzung für spätere Selbstständigkeit.

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