Wie lange hält sich Bier wirklich?

Ein weit verbreiteter Glaube besagt: Bier wird niemals schlecht – und tatsächlich stimmt das in den meisten Fällen. Dank seines Alkoholgehalts und des enthaltenen Hops ist Bier von Natur aus sehr haltbar. Bis auf alkoholfreie Sorten, die anfälliger für Verderb sind, bleibt das Getränk oft lange trinkbar, selbst wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist.

Abgelaufen, aber nicht giftig

Wer versehentlich eine alte Flasche aus dem Keller trinkt, muss keine Angst haben. Bier wird meist nicht gefährlich, auch wenn es schon ein paar Monate oder sogar Jahre über dem Etikett-Datum liegt. Allerdings: Der Geschmack kann sich verändern. Es schmeckt dann oft stumpfer, muffig oder metallisch – ein Zeichen dafür, dass Luft oder Licht über die Zeit ihre Spuren hinterlassen haben. Die Farbe kann dunkler werden, der Geruch unangenehm.

Die Haltbarkeit hängt stark von der Lagerung ab. Bier sollte kühl, dunkel und liegend (bei Flaschen mit Korken) aufbewahrt werden. Flaschen mit Kronkorken oder Dosen vertragen etwas mehr Spielraum, aber direkte Sonne oder große Temperaturschwankungen sollte man trotzdem vermeiden.

Alt ist nicht gleich ungenießbar

Einige Biere, vor allem dunkle Sorten mit höherem Alkoholgehalt, können mit der Zeit sogar an Komplexität gewinnen – ähnlich wie Wein. Solche Spezialitäten werden gezielt gelagert, um ihr Aroma zu vertiefen. Allerdings handelt es sich dabei um die Ausnahme. Für Standard-Pils oder Weizen gilt: Am besten frisch trinken, für volles Aroma.

Also ja – Bier wird meist nicht „schlecht“ im gesundheitsschädlichen Sinn. Aber ob man es noch trinken will, entscheidet vor allem die Nase.

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