Wie lange darf man in Frankreich ohne Wohnsitz leben?

Wenn Sie aus einem Nicht-EU-Land kommen – etwa aus Großbritannien, besonders nach dem Brexit – und sich länger in Frankreich aufhalten möchten, gelten besondere Regeln. Wer mehr als sechs Monate im Jahr im Land bleibt, zählt offiziell als dort wohnhaft, auch ohne festen Wohnsitz. In diesem Fall ist ein besonderes Visum notwendig.

Das sogenannte „Long Stay Visitor Visa“ (visa de long séjour valant titre de séjour VLS-TS „visiteur“) ist die richtige Lösung für einen längeren Aufenthalt. Es erlaubt es beispielsweise Rentnern oder Unabhängigen, bis zu einem Jahr in Frankreich zu leben, ohne arbeiten zu dürfen. Wichtig ist: Dieses Visum muss vor der Einreise bei der zuständigen französischen Vertretung im Heimatland beantragt werden.

Ohne dieses Visum drohen bei Kontrollen Probleme – von Geldstrafen bis zur Ausreiseaufforderung. Besonders Briten, die nach dem Brexit nicht mehr automatisch EU-Rechte genießen, sollten daher frühzeitig handeln. Die französischen Behörden prüfen zunehmend strenger, ob langfristig im Land lebende Ausländer die richtigen Papiere haben.

Ein Tipp: Selbst wenn Sie nur knapp über der Sechs-Monats-Grenze liegen, lohnt sich die Beantragung des VLS-TS. Es sichert Ihren legalen Status und verhindert unliebsame Überraschungen. Die genauen Unterlagen variieren je nach individueller Situation – am besten informieren Sie sich direkt auf der offiziellen Website France-Visas, die alle notwendigen Schritte klärt.

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