Wie funktionieren Relativsätze im Deutschen?

Relativsätze sind eine elegante Möglichkeit, mehr Informationen über eine Person oder eine Sache aus dem Hauptsatz hinzuzufügen – und das flüssig und zusammenhängend. Stell dir vor, du sagst: „Das ist der Mann, der mir geholfen hat.“ Der Nebensatz „der mir geholfen hat“ bezieht sich auf „der Mann“ und gibt uns genauere Auskunft über ihn. Genau dafür sind Relativsätze da.

Man leitet sie mit einem Relativpronomen ein – je nach Geschlecht und Zahl des Bezugswortes. Im Deutschen sind das zum Beispiel: der, die, das, welcher, welche, welches oder auch dessen, deren. Dabei richtet sich die Form des Relativpronomens immer nach dem Kasus, den das Bezugswort im Hauptsatz hat.

Schauen wir uns ein Beispiel an: „Das ist das Buch, das ich gelesen habe.“ Hier steht „das“ im Nominativ, weil es das Subjekt des Relativsatzes ist. Aber wenn es heißt: „Das ist der Freund, dem ich vertraue“, dann steht „dem“ im Dativ, weil „vertrauen“ einen Dativ verlangt.

Ein wichtiger Hinweis: Der Relativsatz folgt direkt auf das Bezugswort und wird durch Kommas abgetrennt. Das macht die Satzstruktur klar und verständlich. Wer Relativsätze sicher beherrscht, klingt im geschriebenen wie im gesprochenen Deutsch viel natürlicher und präziser.

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