Was Babys im Mutterbauch riechen

Wussten Sie, dass Babys noch im Mutterleib bereits die Welt um sie herum erschnuppern können? Ab dem letzten Drittel der Schwangerschaft entwickelt sich der Geruchssinn des Ungeborenen so weit, dass es Gerüche wahrnehmen kann – ähnlich wie die Mutter.

Was das Baby im Bauch riecht, ist eng mit dem verbunden, was die Mutter erlebt. Wenn sie zum Beispiel eine reife Banane isst oder frischen Kaffee riecht, gelangen diese Aromen über das Blut in das Fruchtwasser. Dieses wird ständig von dem Baby geschluckt und „erschnuppert“. Es nimmt daher nicht nur die Nahrung, sondern auch Parfüm, Rauch oder sogar Abgase wahr, denen die Mutter ausgesetzt ist.

Interessant ist auch: Das Fruchtwasser hat einen ganz eigenen, leicht süßlichen Geruch. Dieser prägt sich früh ins Gedächtnis des Babys ein und schafft eine erste vertraute Note – eine Art olfaktorische Heimat. Studien zeigen, dass Neugeborene nach der Geburt beruhigt reagieren, wenn sie Gerüche wahrnehmen, die sie bereits aus dem Mutterleib kennen.

Dieser frühe Geruchsinn spielt eine wichtige Rolle für die Bindung. Schon im Bauch gewöhnt sich das Baby an den individuellen Duft der Mutter. Nach der Geburt erkennt es diesen wieder – etwa am Schweiß oder an der Haut. Diese vertrauten Gerüche wirken wie eine unsichtbare Umarmung und helfen dem Kleinen, sich sicher und geborgen zu fühlen.

So beginnt die Sprache der Liebe lange vor dem ersten Lächeln – über den feinen Sinn des Geruchs, der Mutter und Kind schon im Verborgenen miteinander verbindet.

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