Was ist ein stummer Schlaganfall?

Ein stummer Schlaganfall, auch stummer Infarkt genannt, verläuft oft völlig ohne auffällige Symptome. Viele Betroffene merken kaum etwas – vielleicht nur eine kurze Benommenheit oder gar nichts. Das ist besonders tückisch, denn obwohl keine Lähmung, kein Sprachfehler oder Sehstörung auftreten, hat dennoch ein kleiner Schaden im Gehirn stattgefunden.

Warum bleibt er unbemerkt?

Ein stummer Schlaganfall betrifft oft Gebiete des Gehirns, die für keine vitalen Funktionen zuständig sind. Dort, wo weder das Sprechen noch das Sehen oder die Bewegung gesteuert wird, macht sich ein kleiner Infarkt nicht direkt bemerkbar. Dennoch ist die Schädigung im Gehirn sichtbar – meist erst bei einer zufälligen Untersuchung wie einer MRT.

Obwohl er „stumm“ ist, ist er keineswegs harmlos. Mediziner warnen: Jeder Schlaganfall, auch ein stiller, erhöht das Risiko für einen schweren Schlaganfall in der Zukunft. Zudem kann eine Häufung solcher kleinen Infarkte langfristig zu Konzentrationsproblemen, Gedächtnisstörungen oder sogar einer vaskulären Demenz führen.

Was tun?

Wer zu Risikogruppen gehört – etwa bei Bluthochdruck, Diabetes oder Vorhofflimmern –, sollte regelmäßig vorsorgeärztliche Untersuchungen wahrnehmen. Oft entdecken Ärzte stille Schlaganfälle zufällig im MRT und können dann rechtzeitig gegen erneute Ereignisse vorgehen. Die beste Prävention: gesunde Ernährung, Bewegung, Rauchstopp und Blutdruckkontrolle.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen