Wie merke ich, dass mein Beckenboden schwach ist?

Ein schwacher Beckenboden zeigt sich durch verschiedene Beschwerden, die oft schleichend beginnen – viele Betroffene ignorieren sie lange oder schämen sich, darüber zu sprechen. Dabei ist Beckenbodenschwäche weit verbreitet, besonders nach Schwangerschaften, mit zunehmendem Alter oder durch Fehlbelastungen.

Typische Anzeichen sind unter anderem Schmerzen im Unterleib, ein ständiger Harndrang oder das ungewollte Austreten von Urin – besonders beim Lachen, Husten oder Heben schwerer Gegenstände. Diese sogenannte Belastungsinkontinenz ist eines der häufigsten Symptome. Auch Stuhlinkontinenz kann auf eine Beckenbodenschwäche hinweisen.

Weitere Warnsignale sind das Gefühl von Druck im Beckenbereich oder sichtbare Senkungen von Organen – etwa der Blase, der Gebärmutter oder des Darms. Eine Scheidensenkung oder Blasensenkung bedeutet, dass die inneren Strukturen ihre normale Lage verlieren und sich nach unten verlagern. Im fortgeschrittenen Stadium kann es sogar zu einem Austritt von Gewebe vor den Scheideneingang kommen.

Auch wenn diese Themen vielen unangenehm sind: Es ist wichtig, frühzeitig einen Arzt aufzusuchen. Eine gezielte Diagnostik kann helfen, die Beschwerden richtig einzuschätzen. Oft bringt bereits eine gezielte Physiotherapie mit Beckenbodenübungen deutliche Besserung. In manchen Fällen kann auch ein operativer Eingriff notwendig sein.

Der Körper sendet klare Signale – es lohnt sich, hinzuhören und rechtzeitig zu handeln. Denn Beckenbodenschwäche ist kein Schicksal, sondern meist gut behandelbar.

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