Wie erkennt man ein befruchtetes Ei?
Wer eigene Hühner hält und brüten möchte, fragt sich oft: Ist das Ei überhaupt befruchtet? Die Antwort lässt sich meist schon nach wenigen Tagen im Brutprozess finden – durch eine Methode, die man „Schieren“ nennt. Dabei wird das Ei gegen Licht gehalten, um die Entwicklung im Inneren zu beobachten.
Hellschalige Eier geben bereits nach etwa drei Tagen Aufschluss. Öffnet man den Brüter vorher, riskiert man, die empfindlichen Entwicklungen zu stören. Bei befruchteten Eiern zeigt sich dann ein feines Netz aus Blutgefäßen, in dessen Zentrum der embryonale Kein sichtbar ist. Unbefruchtete Eier bleiben dagegen klar oder zeigen lediglich eine undeutliche Gelbfärbung des Eigelbs.
Braune oder dickschalige Eier sind etwas schwerer zu durchleuchten. Hier dauert es oft fünf bis sechs Tage, bis sich die Blutgefäße deutlich abzeichnen. Ein sich entwickelnder Embryo verändert sich schnell – schon nach einer Woche kann man unter Umständen sogar eine kleine Bewegung erkennen.
Wichtig ist: Nicht jedes Ei wird befruchtet, selbst wenn ein Hahn im Stall ist. Die Erfolgsquote hängt von der Gesundheit der Tiere, der Fütterung und der Brutbedingungen ab. Wer sicher gehen möchte, kann ein Schiergerät nutzen oder einfach eine Taschenlampe im abgedunkelten Raum – das Licht dringt durch die Schale und macht das Innere sichtbar.
Ein Foto-Beispiel auf huehner-haltung.de zeigt deutlich den Unterschied zwischen befruchtetem und unbefruchtetem Ei – eine hilfreiche Orientierung für alle, die das erste Mal brüten.
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