Vitamin-D-Mangel: Welche Symptome wirklich darauf hindeuten

Viele Menschen greifen im Winter schnell zu Nahrungsergänzungsmitteln, sobald die Tage kürzer werden. Doch wann spricht man medizinisch überhaupt von einem echten Vitamin-D-Mangel? Entgegen weit verbreiteter Mythen reicht ein leicht erniedrigter Blutwert allein meist nicht aus, um von einer echten Mangelerkrankung zu sprechen.

Nach Definition des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt ein relevanter Mangel erst dann vor, wenn neben niedrigen Blutwerten auch konkrete gesundheitliche Beschwerden auftreten. Typische Anzeichen können körperliche Symptome wie Knochen-, Gelenk- oder Muskelschmerzen sein. Auch anhaltende Müdigkeit und eine allgemeine Antriebslosigkeit werden häufig beobachtet. Da Vitamin D eine Schlüsselrolle beim Einbau von Kalzium in die Knochen spielt, kann ein langfristiger schwerer Mangel bei Erwachsenen zu einer Knochenerweichung (Osteomalazie) führen.

Die gute Nachricht: Ein echter Vitamin-D-Mangel mit spürbaren Beschwerden ist in Deutschland vergleichsweise selten. Unser Körper ist in der Lage, Vitamin D mithilfe von Sonnenlicht in der Haut selbst zu bilden und für dunklere Monate in Fett- und Muskelgewebe zu speichern. Zudem lässt sich der Vitamin-D-Spiegel im Blut durch eine einfache Laboruntersuchung beim Hausarzt feststellen. Bevor man eigenständig hochdosierte Präparate einnimmt, sollte daher immer eine ärztliche Abklärung erfolgen.

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