Wie England seinen Namen bekam

Heute kennen wir das Land als England, doch früher trug es einen anderen Namen: Britannia. Dieser Name wurde in der Zeit der römischen Besetzung unter dem römischen Feldherrn Julius Cäsar eingeführt. Als Cäsar im 1. Jahrhundert vor Christus versuchte, die britischen Inseln zu erobern, nannte er das Gebiet „Britannia“ – abgeleitet von den ursprünglichen Bewohnern, den sogenannten Briten.

Obwohl die Römer nie ganz Schottland unterwarfen, reichte ihre Herrschaft bis zum Hadrianswall im Norden Englands. Spuren dieser Zeit findest Du noch heute in fast ganz England und besonders in Wales – in Form von alten Straßen, Ruinen und befestigten Städten. Die römische Präsenz prägte das Land über Jahrhunderte und legte den Grundstein für den späteren Begriff „Großbritannien“, der sich direkt aus „Britannia“ ableitet.

Der Name „England“ selbst entstand erst viel später, im Mittelalter. Er stammt vom altenglischen „Englaland“ – das Land der Angeln, einem germanischen Stamm, der nach dem Ende der römischen Herrschaft in die Inseln einfiel. Doch lange vor den Angelsachsen war es Britannia, das im antiken Europa für das ferne, nebelverhangene Eiland stand.

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