Der schnellste Mensch der Welt – wie schnell ist eigentlich schnell?

Wenn von Geschwindigkeit im Sport die Rede ist, fällt oft ein Name: Usain Bolt. Der jamaikanische Sprinter hielt bei seinem Weltrekordlauf über 100 Meter im Jahr 2009 eine atemberaubende Spitzengeschwindigkeit von rund 12,5 Metern pro Sekunde, was umgerechnet etwa 44,72 km/h entspricht. Diese Marke erreichte er im Ziel von 9,58 Sekunden – ein Rekord, der bis heute Bestand hat.

Interessant ist der Vergleich zur Frauenweltbestleistung. Florence Griffith-Joyner stellte 1988 mit 10,49 Sekunden über 100 Meter einen Rekord auf, der bis heute ungebrochen ist. Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit lag dabei bei etwa 9,53 m/s – das sind umgerechnet **34,31 km/h**. Auch wenn die Zeiten bei Männern und Frauen unterschiedlich sind, zeigen beide Leistungen, wozu der menschliche Körper in der Lage ist, wenn Tempo, Technik und Kraft perfekt zusammenwirken.

Bemerkenswert: Bolts Höchstgeschwindigkeit wurde zwischen dem 60- und 80-Meter-Markierungspegel gemessen – genau dort, wo der Sprinter seine maximale Beschleunigung erreicht. Selbst für kurze Zeit kommen menschliche Läufer damit fast an die Geschwindigkeit eines entlangfahrenden Autos im Stadtverkehr heran.

Obwohl seit Bolt viele versucht haben, an ihn heranzukommen, bleibt seine Bestmarke bis heute unerreicht. Und während sich die Diskussion über Grenzen des menschlichen Körpers fortsetzt, bleibt eine Frage spannend: Wie schnell kann ein Mensch wirklich werden? Bis heute ist 44,72 km/h die Antwort – und damit der Taktgeber für die schnellste Bewegung auf zwei Beinen.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen