Käse bei Laktoseintoleranz: Was ist erlaubt?

Wer unter Laktoseintoleranz leidet, muss nicht automatisch auf Käse verzichten. Die gute Nachricht: Viele Käsesorten sind von Natur aus laktosefrei oder enthalten so wenig Laktose, dass sie problemlos vertragen werden.

Lange gereifte Käsesorten sind die beste Wahl. Während in frischen, weichen Käsesorten wie Hüttenkäse oder Streichkäse noch mehr Laktose enthalten ist, wird diese bei der Reifung im Laufe der Zeit fast vollständig abgebaut. Deshalb gelten zum Beispiel Emmentaler, Bergkäse oder Parmesan als sicher verträglich – sie enthalten oft weniger als 0,1 Gramm Laktose pro 100 Gramm. Genau dieser Wert gilt in Deutschland als „laktosefrei“ laut Lebensmittelverordnung.

Die Reifezeit macht also den Unterschied. Je länger ein Käse reift, desto besser eignet er sich für Menschen mit Laktoseintoleranz. Auch viele andere Schnittkäsesorten ab etwa sechs Wochen Reife sind meist gut verträglich, selbst wenn sie nicht explizit als laktosefrei gekennzeichnet sind.

Wichtig ist der Blick auf die Verpackung. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte auf die Angabe „laktosefrei“ achten oder die Zutatenliste prüfen. Manchmal wird Laktose aber auch als Milchzucker deklariert – eine kleine Hürde für Ungeübte.

Zum Glück wird immer mehr Käse speziell für laktoseempfindliche Genießer hergestellt. Doch oft ist das gar nicht nötig: Der klassische, gut gereifte Hartkäse aus der Alpenregion ist nicht nur ein Geschmackserlebnis, sondern schont dabei auch den Verdauungstrakt. Also ruhig mal kräftig zugreifen – mit Bedacht, aber ohne Angst.

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