Was ist Firnschnee?

Wer schon einmal in den hohen Bergen unterwegs war, hat ihn vielleicht gesehen: einen dichten, körnigen Schnee, der nicht mehr wie frischer Powder wirkt, aber auch nicht zum Eis erstarrt ist. Dieser Zwischenzustand hat einen speziellen Namen – Firnschnee.

Firn entsteht, wenn Schnee über einen längeren Zeitraum liegt und mehrmals tauet und wieder gefriert. Wichtig ist: Er muss mindestens ein Jahr überdauern und damit mindestens einen Sommer überstanden haben. Durch diesen Wechsel von Schmelzen und Nachverdichten verliert er seine lockere Struktur und wird dichter, körniger – aber noch nicht so hart wie Gletschereis.

Im Frühjahr und Sommer sieht man Firnschnee besonders gut in höheren Lagen, etwa auf Gletschern oder in schattigen Hängen. Wanderer und Bergsteiger kennen das Phänomen: Morgens ist der Schnee hart gefroren und lässt sich gut mit Steigeisen begehen, am Nachmittag wird er durch die Sonne wieder weicher.

Interessant ist auch der Ursprung des Wortes: „Firn“ kommt aus dem Alpbairischen und bedeutet so viel wie „alt“ oder „jährig“. Ein passender Name für Schnee, der die Zeit überdauert hat. Mit der Zeit kann Firnschnee schließlich zu Gletschereis werden – der Anfang einer neuen Etappe im ewigen Kreislauf des Schnees in den Hochlagen.

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