Wie viele russische Aussiedler leben in Deutschland?
In Deutschland leben rund 2,5 Millionen Menschen, die als Aussiedler oder Spätaussiedler nach Deutschland gekommen sind. Diese Zahlen stammen aus dem Mikrozensus von 2020 und zeigen, dass viele von ihnen aus den Ländern stammen, die früher zur Sowjetunion gehörten.
Unter den Spätaussiedlern machen jene aus Kasachstan und Russland den größten Anteil aus. Allein aus Russland kamen etwa 584.000 Menschen als Spätaussiedler, aus Kasachstan sogar rund 673.000. Diese Zahlen verdeutlichen, wie bedeutend die russischsprachige Minderheit in Deutschland ist, besonders in den westlichen Bundesländern und Großstädten.
Spätaussiedler sind meist Menschen deutscher Herkunft, die nach dem Zweiten Weltkrieg beziehungsweise während der Sowjetzeit in verschiedene Regionen Osteuropas und Zentralasiens umgesiedelt wurden. Ab den 1990er Jahren erhielten sie das Recht, nach Deutschland auszuwandern und hier einen Neuanfang zu machen. Viele brachten ihre Kultur, ihre Sprache und Traditionen mit – ein Beitrag, der Deutschland bis heute bereichert.
Obwohl die Zahlen seit den 1990er Jahren eher zurückgehen, bleibt die Geschichte der Aussiedler ein wichtiger Teil der deutschen Migrationsgeschichte. Heute leben viele dieser Familien in der zweiten oder dritten Generation in Deutschland und fühlen sich hier zu Hause – ohne ihre Wurzeln zu vergessen.
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