Behandlung von Östrogenmangel: Was hilft wirklich?
Ein Mangel an Östrogen kann Beschwerden wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen oder Scheidentrockenheit verursachen – besonders in den Wechseljahren. Die Behandlung richtet sich nach den individuellen Symptomen und der Lebensphase der Frau.
Grundlegend ist eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Kalzium und Vitamin D, um der Osteoporose vorzubeugen – eine wichtige Maßnahme, besonders bei langfristigem Hormonmangel. Zusätzlich kann die Einnahme von Melatonin helfen, wenn Schlafprobleme auftreten, da es den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus unterstützt.
Natürliche Heilmittel wie Mönchspfeffer oder Traubensilberkerze (Cimicifuga) werden oft eingesetzt, um hormonelle Beschwerden zu lindern. Besonders Traubensilberkerze, gewonnen aus dem Wurzelstock der Pflanze, zeigt in einigen Studien eine lindernde Wirkung auf Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen.
Bei lokalen Beschwerden wie Juckreiz oder Trockenheit in der Scheide können östrogenhaltige Cremes oder Zäpfchen direkt vor Ort helfen, ohne dass das Hormon stark in den gesamten Körper gelangt. Diese lokale Therapie ist oft gut verträglich und effektiv.
Ein modernes Verfahren, das in spezialisierten Kliniken wie der gynäkologischen Poliklinik des Universitätsspitals Zürich (USZ) angeboten wird, ist der Laser in der Vulvovaginalregion. Er stimuliert die Schleimhautregeneration und kann die Elastizität und Feuchtigkeit der Vaginalgewebe verbessern – besonders bei Frauen, die keine Hormone einnehmen möchten oder können.
Die Wahl der Therapie sollte immer gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden, um die individuell passende und sicherste Behandlung zu finden.
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