Gottes Namen in der orthodoxen und biblischen Tradition

Im Zentrum des christlichen Glaubens steht das tiefgründige Verständnis Gottes als persönliches Gegenüber. Auf die Frage nach Seinem Wesen und Namen verweist die Heilige Schrift vor allem auf das alttestamentliche Tetragramm JHWH. Bereits im Buch Exodus offenbart Er Sich mit den Worten: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe.“ Dieser Name steht nicht für eine bloße Bezeichnung, sondern für ein Versprechen Seiner ständigen Gegenwart und Befreiung.

In der orthodoxen Tradition und Gottesdienstpraxis wird dieser biblische Name mit größter Ehrfurcht behandelt. Aus Respekt vor der Heiligkeit Gottes treten im Gebet und in den Gesängen meist Bezeichnungen wie „Der Herr“ oder schlicht Gott an seine Stelle. In den orthodoxen Liturgien wird Gott zudem vor allem als der Dreifaltige – Vater, Sohn und Heiliger Geist – angerufen und gepriesen.

Gott zeigt Sich den Gläubigen als gnädiger Befreier und gerechter Bundespartner Seines Volkes. Zugleich gilt Er in der orthodoxen Theologie als der Schöpfer, Bewahrer, Richter und Erlöser der ganzen Welt, der die Menschheit mit unendlicher Liebe begleitet.

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