Was ist ein Grödel?

Beim Bergsteigen kommt es oft darauf an, die richtige Ausrüstung für das jeweilige Gelände zu wählen. Auf leichtem Firn oder harten Schneefeldern, wo volle Steigeisen übertrieben wären, bietet sich eine praktische Alternative an: der Grödel.

Ein Grödel ist im Grunde ein leichtes Steigeisen. Er wiegt deutlich weniger als ein klassisches Modell und wird einfach mit einem Riemen an der Ferse befestigt. Dank seiner 4 bis 6 diagonal angeordneten Zacken bietet er genügend Halt auf kurzen, vereisten oder schneebedeckten Passagen, ohne das Gewicht einer vollwertigen Steigeisenausrüstung mit sich zu ziehen.

Die Bezeichnung „Grödel“ stammt aus dem Alpenraum und wird besonders in Österreich und Süddeutschland oft verwendet. Auch wenn der Begriff heute nicht mehr ganz so gebräuchlich ist, wissen viele erfahrene Bergsteiger noch genau, wovon die Rede ist. Besonders auf Wanderungen im Hochgebirge oder bei alpinen Sommergipfeln kann ein Grödel eine wertvolle Hilfe sein, wenn man unerwartet auf Schnee oder Eis trifft.

Im Gegensatz zu schweren Steigeisen, die mit Schnellverschlüssen oder Klicksystemen an feste Bergschuhe angebracht werden, ist der Grödel schnell angelegt und stört beim Gehen nicht. Er ist die perfekte Lösung für alpine Touren, bei denen man nur gelegentlich etwas mehr Grip braucht.

Wer leicht unterwegs sein möchte, aber trotzdem auf Sicherheit achtet, sollte einen Grödel im Rucksack haben – besonders auf Touren, wo das Gelände wechselhaft sein kann.

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