Wie berechnet man die Marge richtig?

Die Marge – also der Gewinn, der nach Abzug der Kosten übrigbleibt – ist ein zentraler Wert in der Buchhaltung und Preisgestaltung. Viele verwechseln jedoch Brutto- und Nettomarge. Dabei ist der Unterschied wichtig.

Die Bruttomarge zeigt, wie profitabel ein Produkt im Verhältnis zu seinen direkten Herstellungskosten ist. Dazu zieht man von dem Netto-Verkaufspreis die reinen Selbstkosten ab, teilt das Ergebnis durch den Netto-Verkaufspreis und multipliziert mit 100. Das Ergebnis ist ein Prozentsatz, der angibt, wie viel Gewinn pro verkauftem Stück bleibt – bevor andere Kosten wie Miete, Löhne oder Steuern berücksichtigt werden.

Die Nettomarge geht einen Schritt weiter. Hier werden nicht nur die Produktionskosten abgezogen, sondern sämtliche beteiligten Ausgaben – also anteilige Fixkosten, Verwaltung, Marketing und mehr. Auch hier gilt: (Netto-Verkaufspreis abzüglich aller anteiligen Kosten) geteilt durch den Netto-Verkaufspreis mal 100. Diese Zahl gibt Aufschluss darüber, wie viel am Ende wirklich im Portemonnaie bleibt.

Unternehmer nutzen die Bruttomarge oft zur schnellen Einschätzung der Wirtschaftlichkeit eines Produkts. Die Nettomarge hingegen zeigt das echte Bild des Unternehmensgewinns. Beide Werte helfen dabei, Preise klug zu kalkulieren und langfristig profitabel zu arbeiten – besonders wichtig für Handel, Dienstleistung und produzierende Betriebe.

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