Wie ruft man in Italien den Kellner?

Wenn du in Italien in einem Café sitzt und noch eine Tasse Kaffee möchtest, ist es gut zu wissen: Man ruft nicht laut „Kellner!“. Stattdessen setzt man einen diskreten Blick in Richtung Theke oder hebt leicht die Hand – das reicht meist schon.

Wichtig ist auch die Wortwahl. Viele glauben, „Prego“ sei die Formel, um Aufmerksamkeit zu erregen. Doch „Prego“ bedeutet eigentlich „Bitte“ – wie eine Antwort auf „Danke“. So sagt es der Kellner, wenn er dir etwas reicht: „Prego, hier ist Ihr Cappuccino.“

Wenn du hingegen um etwas bitten möchtest, ist „Per favore“ der richtige Ausdruck. Einfach höflich, aber bestimmt: „Scusi, un caffè, per favore.“ Das „Scusi“ (Entschuldigung) am Anfang macht die Ansprache besonders freundlich und ist üblich, um höflich Gehör zu finden.

Wichtig: Niemals die Befehlsform benutzen, wie etwa „Portami un caffè!“ (Bring mir einen Kaffee!). Das wirkt unhöflich, fast schon anmaßend. Italiener legen Wert auf Umgangsformen – selbst im Alltag.

Also: ruhig bleiben, Blickkontakt suchen, ein leichtes „Scusi“ oder „Per favore“ – und schon fühlt man sich wie ein echter Gast im Land der Espresso-Kultur.

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