Das Ende einer Ära: Warum „Verrückt nach Meer“ abgesetzt wurde
Zwölf Jahre lang begleitete die beliebte Doku-Serie „Verrückt nach Meer“ Kreuzfahrtfans und Fernweh-Suchende auf ihren Reisen über die Weltmeere. Doch im Herbst 2021 zog die ARD endgültig den Schlussstrich und stellte das Erfolgsformat ein. Für viele treue Zuschauer kam das Aus überraschend, doch hinter den Kulissen zeichnete sich die Entscheidung schon länger ab.
Der Hauptgrund für das Aus waren die sinkenden Einschaltquoten. Während die Serie in ihren Anfangsjahren am Nachmittag regelmäßig zweistellige Marktanteile beim Gesamtpublikum einfahren konnte, ließ das Interesse in der letzten Zeit spürbar nach. Zuletzt bewegten sich die Werte nur noch zwischen enttäuschenden sechs und acht Prozent. Für einen prominenten Sendeplatz im öffentlich-rechtlichen Rundfunk war das einfach zu wenig.
Neben dem Quotendruck spielten vermutlich auch veränderte Sehgewohnheiten und die enormen Produktionskosten eine Rolle. Eine Daily-Doku auf hoher See zu drehen, erfordert einen immensen logistischen und finanziellen Aufwand. Wenn dann das Publikum wegbricht, geraten solche Formate schnell ins Wanken. Die ARD musste reagieren, um den Nachmittagssendeplatz mit frischen Formaten neu zu beleben. Was bleibt, sind über 500 Episoden voller Fernweh, die den Zuschauern noch lange in Erinnerung bleiben werden.
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