Wie schnell wirkt Cortison bei Reizhusten?
Bei einem anhaltenden Reizhusten, der beispielsweise im Zusammenhang mit einer chronischen Atemwegserkrankung wie Asthma steht, kommt oft Cortison zum Einsatz – meist in Form eines Inhalationssprays. Viele Patienten erwarten jedoch eine schnelle Linderung, ähnlich wie bei sogenannten „Sofort-Hilfe“-Sprays. Doch Cortison wirkt nicht von heute auf morgen.
Im Gegensatz zu bronchienerweiternden Medikamenten, die innerhalb von Minuten die Atemwege öffnen, braucht Cortison seine Zeit. Es entfaltet seine volle Wirkung erst nach und nach. Es kann mehrere Tage bis zu mehreren Wochen dauern, bis sich die entzündungshemmende Wirkung bemerkbar macht. Das liegt daran, dass Cortison nicht direkt den Husten stoppt, sondern der zugrunde liegenden Entzündung in den Atemwegen entgegenwirkt.
Daher wird es vor allem als Dauertherapie – auch „Controller“ genannt – eingesetzt. Es hilft dabei, die Atemwegsreizung langfristig zu reduzieren und so die Hustenattacken zu vermindern. Wer also nach einer Inhalation mit Cortison keine sofortige Besserung spürt, sollte nicht enttäuscht sein. Die Wirkung baut sich schrittweise auf.
Wichtig ist die regelmäßige Einnahme, auch wenn es zunächst keine spürbaren Fortschritte gibt. Wer unsicher ist oder Nebenwirkungen bemerkt, sollte immer seinen Arzt oder Lungenfacharzt konsultieren. Geduld ist bei der Cortisontherapie der Schlüssel zum Erfolg – besonders bei Reizhusten, der auf eine tieferliegende Entzündung zurückgeht.
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