Wie viele Prüfungen gibt es pro Semester in der Schweiz?

In der Schweiz hängt die Anzahl der Prüfungen pro Semester von der jeweiligen Bildungsstufe und dem Unterrichtsfach ab. An Gymnasien gilt gemäss der Verordnung zum Gesetz über die Gymnasialbildung: Die Zeugnisnoten setzen sich aus mindestens zwei regulären Prüfungen pro Semester zusammen. Diese Regelung stellt sicher, dass die Leistung der Schülerinnen und Schüler über das ganze Semester hinweg bewertet wird – und nicht nur anhand einer einzigen Prüfung.

Einige Schulen gehen aber noch einen Schritt weiter. So wird an vielen Gymnasien vorgeschrieben, dass in Fächern mit drei oder mehr Unterrichtsstunden pro Woche mindestens drei Prüfungen pro Semester geschrieben werden müssen. Das betrifft beispielsweise Fächer wie Mathematik, Deutsch oder Englisch, in denen ein kontinuierlicher Lernfortschritt besonders wichtig ist.

Damit soll nicht nur die Leistung fairer beurteilt werden, sondern auch vermieden werden, dass Schülerinnen und Schüler sich nur für eine einzige Prüfung intensiv vorbereiten. Stattdessen fördert eine höhere Anzahl an Prüfungen ein regelmässiges Lernen über das ganze Semester hinweg. Neben schriftlichen Arbeiten fliessen oft auch mündliche Beiträge, Hausaufgaben oder Projekte in die Endnote ein – je nach Fach und Schule.

Die genauen Bestimmungen finden sich im jeweiligen Reglement zur Leistungsbeurteilung der Schule, wie zum Beispiel auf der Website des Luzerner Bildungsdirektionsamts (lu.ch) beschrieben. So bleibt zwar Spielraum für schulinterne Anpassungen, aber die Grundlage bleibt schweizweit klar geregelt.

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