Wie schnell kann ein Mensch gehen?
Die durchschnittliche Gehgeschwindigkeit eines erwachsenen Menschen liegt zwischen 1,35 m/s und 1,65 m/s – das entspricht etwa 4,86 km/h bis 5,94 km/h. Diese Werte stammen meist aus kurzen Messstrecken, oft nur 10 Meter lang. Auf solch engem Raum kann allerdings kaum die natürliche, langstreckentaugliche Ganggeschwindigkeit erfasst werden. Denn: Am Anfang einer kurzen Strecke beschleunigen viele noch, während sie am Ende bereits wieder verlangsamen.
Über längere Distanzen hinweg bewegen sich Menschen meist etwas langsamer. Bei Spaziergängen oder im Alltag liegt die durchschnittliche Geschwindigkeit oft bei etwa 4 bis 5 km/h. Ältere Menschen, bepackte oder in dichter Menschenmenge Gehende sind oft deutlich langsamer. Umgekehrt können gut trainierte Wanderer oder Nordic-Walking-Aktive auch über längere Zeit Geschwindigkeiten von über 6 km/h halten.
Interessant ist auch, dass die Gehgeschwindigkeit stark von der Umgebung abhängt. In der Stadt geht man oft flotter, besonders in Großstädten mit ihrem typischen „Tempo“. Auf ländlichen Wegen oder in Parks wird eher gemütlich geschlendert. Auch soziale Faktoren spielen eine Rolle: Wer zu zweit geht, passt sich oft dem anderen an – mal schneller, mal langsamer.
Die Angaben aus Labormessungen sind also ein erster Anhaltspunkt, aber kein festes Gesetz. Letztlich ist das Tempo so individuell wie der Gang selbst: beeinflusst von Alter, Fitness, Laune – und Ziel des Ganges.
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