Wie bildet man die zweite Vergangenheit im Deutschen?
Die zweite Vergangenheit, auch Plusquamperfekt genannt, benutzt man, um über etwas zu sprechen, das schon vor einer anderen Vergangenheitshandlung stattgefunden hat. Zum Beispiel: „Nachdem ich gefrühstückt hatte, ging ich spazieren.“ Hier war das Frühstück bereits abgeschlossen, bevor der Spaziergang begann.
Die Bildung ist eigentlich ganz einfach: Man nimmt ein Hilfsverb – entweder „haben“ oder „sein“ – und setzt es in den Präteritum-Formen ein: hatte, warst, hatte, hatten, wart, hatten. Danach kommt das Partizip II des Hauptverbs. Dieses bleibt immer gleich, egal, ob du „ich“ oder „wir“ sagst.
Ein Beispiel mit „haben“: „Ich hatte gearbeitet.“ – „Sie hatten gearbeitet.“ Oder mit „sein“: „Er war gegangen.“ – „Wir waren gekommen.“ Wichtig ist, dass du das richtige Hilfsverb wählst: Meistens nimmt man „haben“, aber bei Verben der Bewegung oder einem Zustandswechsel wie „gehen“, „laufen“, „ankommen“ oder „einschlafen“ verwendet man „sein“.
Die zweite Vergangenheit kommt vor allem in der schriftlichen Erzählung vor – zum Beispiel in Geschichten oder Berichten. Im Alltag spricht man sie eher selten aus, versteht sie aber meist trotzdem.
Je mehr du liest und schreibst, desto natürlicher wird der Gebrauch. Mit etwas Übung klingt dein Deutsch plötzlich viel flüssiger und präziser.
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