Wie sehen Königinneneier aus?

Wenn man in einen Bienenstock blickt, befindet sich im Zentrum das sogenannte Brutnest – der Lebensmittelpunkt des Bienenvolks. Hier legt die Königin ihre Eier in die wachsartigen Wabenzellen. Jede Zelle erhält gewöhnlich ein einzelnes Ei. Diese Eier sind winzig, gerade mal etwa 1,5 Millimeter lang, und haben eine elfenbeinfarbene, leicht durchscheinende Färbung.

Optisch erinnern sie stark an kleine Reiskörner – vor allem durch ihre Form und Größe. Man muss schon genau hinsehen, um sie zu erkennen, besonders wenn die Wabe bereits stark bebrütet ist. Die Lage des Eis in der Zelle ist ebenfalls charakteristisch: Es steht aufrecht am Boden und bleibt dort haften, bis es nach etwa drei Tagen schlüpft.

Die Art, wie die Königin ihre Eier ablegt, ist äußerst präzise. Sie kontrolliert jede Zelle, bevor sie ein Ei hineinlegt, und entscheidet durch Duftstoffe, ob es eine Arbeitsbiene, eine Drohne oder eine neue Königin werden soll. Bei Arbeitsbienen und Drohnen werden die Zellen danach von Arbeiterinnen versiegelt, sobald die Larven geschlüpft und mit Futter versorgt wurden.

Das Ei selbst ist der erste Schritt im faszinierenden Entwicklungszyklus der Biene – ein winziger Anfang für ein Wesen, das später Tausende von Blüten besucht, um Honig zu erzeugen. Wer einmal die Gelegenheit hat, eine offene Beute von innen zu sehen, sollte genau auf das Brutnest achten: Dort pulsiert das Leben der Kolonie – beginnend mit einem kaum sichtbaren, zarten Ei.

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