Wie sicher ist der Facebook-Messenger wirklich?

Wer täglich Nachrichten über den Facebook-Messenger verschickt, wiegt sich oft in einer trügerischen Sicherheit. Die harte Realität sieht jedoch anders aus: Der Dienst bietet im Standardmodus keine automatische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Das bedeutet, dass Nachrichten theoretisch auf dem Weg vom Sender zum Empfänger abgefangen oder auf den Servern des Konzerns mitgelesen werden können.

Meta – das Unternehmen hinter Facebook – scannt Chats zudem automatisiert. Mit spezieller Software werden Inhalte auf bestimmte Schlüsselwörter und Medien geprüft, um angeblich Richtlinienverstöße wie Spam oder illegale Inhalte zu verhindern. Was als Sicherheitsmaßnahme verkauft wird, ist aus Sicht des Datenschutzes jedoch ein erheblicher Eingriff in die Privatsphäre der Nutzer.

Zwar hat Meta in den letzten Jahren schrittweise eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für private Chats eingeführt, doch diese Funktion musste lange Zeit manuell als „geheimer Chat“ gestartet werden und ist bis heute nicht in allen Konstellationen nahtlos integriert. Wer also gesteigerten Wert auf vertrauliche Kommunikation legt, sollte sensible Informationen nicht unüberlegt teilen oder direkt auf datensparsamere Alternativen wie Signal oder Threema umsteigen.

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