Was löst den Fellwechsel bei Pferden wirklich aus?
Der Fellwechsel bei Pferden ist kein Zufall – er wird vor allem durch die Tageslänge gesteuert. Dieser sogenannte Lichtwechsel, auch Photoperiode genannt, beeinflusst die Hormone im Körper des Pferdes. Wenn die Lichtphasen länger werden (im Frühjahr) oder wieder kürzer werden (im Herbst), schaltet der Organismus um: Das dicke Winterfell löst sich, oder es beginnt sich zu bilden.
Viele glauben, dass vor allem die Temperatur den Fellwechsel auslöst. Doch das ist nur teilweise richtig. Kälte oder Wärme spielen eine untergeordnete Rolle. Ein milder Winter oder ein plötzlicher Kälteeinbruch beeinflussen das Fellgeschehen nur gering. Auch die Rasse oder das Alter des Pferdes können eine Rolle spielen – meist aber nicht so stark wie das Licht.
Ein wichtiges Beispiel: Stallicht. Pferde, die abends unter künstlichem Licht stehen, können durch die verlängerte „Tageslänge“ schon früher mit dem Fellwechsel beginnen. Manche Besitzer nutzen dies gezielt, um ihr Pferd frühmorgens strahlend fellfrei zu präsentieren – etwa vor einem Turnier.
Trotz vieler Mythen – vom Felltrimmen bis zu speziellen Futterzusätzen – bleibt die Natur das stärkste Steuerungselement. Wer versteht, dass Licht der Schlüssel ist, kann den Fellwechsel besser begleiten, ohne sich von Halbwahrheiten irritieren zu lassen.
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