Erkennen von abgestorbenen Küken im Ei
Beim Ausbrüten von Hühnereiern ist es wichtig, regelmäßig die Entwicklung der Embryonen zu überprüfen. Eine Methode, um den Fortschritt zu beobachten, ist das sogenannte Schieren – das Durchleuchten der Eier mit einer hellen Lichtquelle. So kann man bereits nach wenigen Tagen erkennen, ob sich der Embryo normal entwickelt oder ob das Ei leer oder abgestorben ist.
Ein klares Zeichen für ein abgestorbenes Küken im Ei ist das Auftreten eines größeren schwarzen Flecks oder eines sichtbaren Blutrings im Inneren. Dieser Ring entsteht, wenn das Blut des Embryos sich nicht weiter verteilt, sondern sich in einem Kreis um die Eizelle sammelt. Solche Eier sollten umgehend entfernt werden, um zu verhindern, dass sie bei höherer Luftfeuchtigkeit verderben oder sogar platzen – was das Risiko für gesunde Eier in der Nähe erhöht.
Auch wenn sich das Ei über mehrere Tage hinweg nicht weiter abdunkelt, deutet das auf eine fehlende Entwicklung hin. Ein gesundes Ei verdunkelt sich im Laufe der Zeit zunehmend, da der Embryo wächst und mehr Platz im Inneren einnimmt. Bleibt diese Verdunkelung aus, ist es wahrscheinlich, dass der Embryo nicht überlebt hat.
Regelmäßiges Schieren nach etwa fünf bis sieben Tücken hilft, die Bruterfolge zu verbessern und unnötige Belastungen für das Brutgerät oder die brütende Henne zu vermeiden. Mit ein wenig Übung erkennt man bald, welche Eier noch Hoffnung tragen – und welche besser aussortiert werden sollten.
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