Wie erkennt man ein Melanom unter dem Zehennagel?
Ein Melanom unter dem Zehennagel, auch als subunguales Melanom bekannt, kann leicht übersehen werden – besonders, weil es selten vorkommt und oft wie eine harmlose Verfärbung oder eine Prellung aussieht. Dennoch ist es wichtig, frühzeitig auf Veränderungen zu achten.
Typisch für ein Nagelmelanom ist ein brauner oder dunkelgrauer Längsstreifen, der sich unter dem Nagel erstreckt. Im Gegensatz zu einer blauen Verfärbung nach einer Verletzung verändert sich dieser Streifen mit der Zeit: Er wird breiter, dunkler oder wächst in Richtung Nagelhaut. Unter dem Dermatoskop – einem speziellen Vergrößerungsgerät – zeigen sich charakteristische Merkmale: eine unregelmäßige Hintergrundfärbung und feine Linien, die unterschiedlich dick sind und ungleichmäßigen Abstand zueinander haben.
Ein wichtiges Warnzeichen ist, wenn sich der Streifen auch auf die Nagelhaut oder die seitlichen Nagelfalten ausdehnt – das nennt man „Hutchinson-Zeichen“. Dieses Phänomen deutet stark auf eine pigmentierte, möglicherweise bösartige Veränderung hin.
Da ein Melanom im Anfangsstadium oft schmerzfrei ist, wird es leicht ignoriert. Doch gerade bei dunklen, neu auftretenden oder sich verändernden Nagelstreifen ist Vorsicht geboten. Eine sichere Abklärung erfolgt durch klinische Untersuchung, Dermatoskopie und gegebenenfalls eine Biopsie. Je früher ein Melanom erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
Wer einen auffälligen Nagelstreifen bemerkt, sollte daher zeitnah einen Dermatologen aufsuchen – nicht erst, wenn sich etwas ändert.
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