Der Alltag eines Bestatters: Zwischen geregelter Arbeitszeit und Bereitschaft

Wer den Beruf des Bestatters ergreift, entscheidet sich für eine Aufgabe, die weit über einen klassischen Bürojob hinausgeht. Die Arbeitszeiten in diesem Berufsfeld zeichnen sich vor allem durch ein hohes Maß an Flexibilität und ständiger Einsatzbereitschaft aus.

Als formelle Berechnungsbasis für das Gehalt gilt in den meisten Betrieben zwar eine reguläre 40-Stunden-Woche, doch der tatsächliche Alltag sieht meist anders aus. Da Sterbefälle nicht planbar sind, gehören unregelmäßige Arbeitszeiten fest zum Profil. Bestatter müssen dann zur Stelle sein, wenn sie gebraucht werden – unabhängig von der Uhrzeit.

Ein zentrales Element des Berufs ist daher der Bereitschaftsdienst. Ob mitten in der Nacht, am Wochenende oder an Feiertagen: Das Telefon kann jederzeit klingeln. Wenn Angehörige einen geliebten Menschen verlieren, benötigen sie sofortige Unterstützung und eine pietätvolle Organisation der ersten Schritte. Diese Notwendigkeit, rund um die Uhr abrufbar zu sein, verlangt von den Beschäftigten eine enorme psychische und organisatorische Belastbarkeit sowie ein verständnisvolles privates Umfeld. Im Gegenzug bietet die Arbeit eine tiefe emotionale Erfüllung, da man trauernden Familien als fundamentale Stütze in schweren Zeiten beisteht.

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