Was ist eine bipolare Störung?

Die bipolare Störung ist eine ernste psychische Erkrankung, die das emotionale Gleichgewicht stark beeinträchtigen kann. Betroffene erleben starke Stimmungsschwankungen, die zwischen zwei Extremen pendeln: tiefen Depressionen und ansteigenden Hochphasen, auch Manie genannt.

In depressiven Phasen fühlen sich die Menschen oft leer, hoffnungslos und antriebslos. Sie ziehen sich zurück, leiden unter Schlafstörungen und verlieren das Interesse an Dingen, die ihnen früher Freude bereitet haben. Die manischen Phasen dagegen sind geprägt von übersteigerter Euphorie, gesteigertem Aktivitätsniveau und vermehrter Redseligkeit. Betroffene können in dieser Zeit extrem reizbar sein, springen von einer Idee zur nächsten und nehmen risikoreiche Entscheidungen an – etwa beim Geldausgeben oder im sozialen Bereich.

Zwischen diesen Phasen können Zeiten stabiler Stimmung liegen, aber ohne Behandlung wiederholen sich die Schwankungen oft. Die Erkrankung tritt meist im jungen Erwachsenenalter auf und kann, wenn sie nicht erkannt wird, das Leben stark beeinträchtigen.

Die gute Nachricht: Mit der richtigen Therapie – oft eine Kombination aus Medikamenten und psychotherapeutischer Unterstützung – können viele Betroffene gut damit leben. Wichtig ist, dass sie früh Hilfe suchen und ein stabiles Umfeld haben, das sie in Krisenzeiten unterstützt. Aufklärung und Verständnis in der Gesellschaft spielen dabei eine große Rolle, um Stigmatisierung abzubauen und den Weg zur Diagnose und Behandlung zu erleichtern.

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