Wann machen die Italiener Urlaub?
Wenn man an Italien denkt, denkt man oft an lange, faule Sommertage am Meer, leckeres Eis und das Klappern von Türen, die sich hinter Urlaubern schließen. Doch wann genau verschwinden die Italiener selbst in die Ferien?
Der wichtigste Monat für den italienischen Sommerurlaub ist August. Ganz besonders der 15. August – Ferragosto – ist ein zentraler Feiertag, an dem das ganze Land fast zum Stillstand kommt. Viele Geschäfte schließen, Städte werden leer, und selbst in Rom oder Mailand hört man plötzlich mehr Vogelgezwitscher als Hupen.Der Grund liegt in einer langen Tradition: Ferragosto geht auf das antike Rom zurück und wurde später von der katholischen Kirche als Mariä Himmelfahrt übernommen. Heute ist es aber vor allem der Höhepunkt der Sommerferien. Viele Unternehmen, besonders in der Industrie, schließen für bis zu vier Wochen um diese Zeit – oft bedingt durch die große Hitze und den Wunsch, Familie und Freunde außerhalb der Städte zu treffen.
Doch nicht alle Italiener fahren im August weg. In den letzten Jahren entscheiden sich immer mehr dafür, schon im Juli oder erst im September zu verreisen, um den Menschenmassen und den hohen Preisen zu entgehen. Dennoch bleibt August der Monat des großen Aufbruchs – für Badeferien an der Adria, im Tyrrhenischen Meer oder in den Bergen.
Wer Italien im August besucht, sollte also wissen: Man ist nicht allein auf der Suche nach Urlaubsidyll – die Italiener sind mit dabei, feiern Ferragosto und genießen das Leben dolce far niente – die süße Müßigkeit.
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