Wie viel Lärm ist noch erlaubt?

Wenn es um die Lautstärke von Fahrzeugen geht, fragen viele: „Ist mein Auto eigentlich zu laut?“ Die Antwort hängt von verschiedenen Faktoren ab – besonders relevant sind hier die geltenden Toleranzen bei der Schallmessung.

Bei einer Nahfeldmessung, wie sie oft bei Kontrollen durchgeführt wird, wird ein +5 dB(A)-Pauschbetrag als Toleranz hinzugerechnet. Dieser Puffer berücksichtigt typische Abweichungen durch Alterung oder Verschleiß der Fahrzeugteile, vor allem des Schalldämpfers. Das bedeutet: Selbst wenn das Fahrzeug bei der Messung knapp im Limit liegt, kann der reale Wert mit dieser Toleranz überprüft werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft ältere Fahrzeuge, deren Geräuschwerte nach veralteten Messverfahren (beispielsweise nach Methoden D, N oder E) ermittelt wurden. Bei diesen Modellen wird zusätzlich ein Zuschlag von +17 dB(A) angewendet – bei Kleinkrafträdern sogar . Diese zusätzliche Erhöhung berücksichtigt, dass die alten Messmethoden nicht so genau waren wie die heutigen.

Wer unsicher ist, ob sein Fahrzeug noch innerhalb der erlaubten Grenzen liegt, sollte wissen: Selbst kleine Veränderungen am Auspuff oder Tuning-Maßnahmen können den Wert schnell nach oben treiben. Ein zu lautes Knattern ist nicht nur störend, sondern kann auch teure Bußgelder nach sich ziehen – ganz zu schweigen von Imageverlust bei Nachbarn oder bei Fahrten durch Wohngebiete.

Ein regelmäßiger Check beim Vertrauenswerkstatt lohnt sich also – nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den eigenen Geldbeutel.

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