Wie viel Lärm verträgt der Schlaf?
Ein ruhiger Schlaf ist wichtig für die Gesundheit – doch wie viel Lärm ist noch zumutbar, ohne dass der Körper darunter leidet? Die Antwort darauf gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie empfiehlt klare Grenzwerte, um einen erholsamen Nachtschlaf zu gewährleisten.
Als Dauerschallpegel sollten maximal 30 Dezibel am Ohr nicht überschritten werden. Das entspricht in etwa der Lautstärke eines leisen Flüsterns oder einem stillen Wohnviertel nachts. Wer ständig darüber lebt, kann schneller unter Schlafstörungen, Unruhe oder sogar langfristigen gesundheitlichen Folgen wie erhöhtem Blutdruck leiden.
Zusätzlich sollte der Maximalpegel bei 40 Dezibel liegen – etwa so laut wie ein leiser Fernseher auf niedriger Stufe. Werden diese Werte überschritten, etwa durch nächtlichen Straßenverkehr, laute Nachbarn oder Fluglärm, kann das den Schlaf unterbrechen, auch wenn man sich dessen nicht bewusst ist. Der Körper wird gestresst, ohne dass man es merkt.
In Städten ist diese Grenze oft überschritten. Besonders betroffen sind Menschen, die an vielbefahrenen Straßen oder in der Nähe von Flughäfen wohnen. Doch schon kleine Maßnahmen helfen: gut isolierende Fenster, dicke Vorhänge oder ein weißes Rauschen können die Belastung deutlich verringern.
Ein ruhigeres Schlafumfeld lohnt sich – nicht nur für die Nachtruhe, sondern für das gesamte Wohlbefinden. Denn wer nachts gut schläft, ist tagsüber fitter, ausgeglichener und leistungsfähiger.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.