Wie viel Energie spart eine Fassadendämmung wirklich?

Wer überlegt, sein Zuhause energetisch zu verbessern, steht oft vor der Frage: Lohnt sich eine Wärmedämmung mehr als der Austausch der Heizung? Die Antwort ist klar: Beides hilft, doch die Fassadendämmung schneidet überraschend gut ab.

Bei einer modernen Wärmedämmung der Außenwände können Sie etwa 39 Prozent der Heizenergie einsparen – und damit sogar mehr als mit einem einfachen Heizungstausch. Wer nur die Heizung ersetzt, spart im Durchschnitt "nur" bis zu 30 Prozent. Das zeigt: Die Dämmung wirkt direkt an der Schwachstelle – der Gebäudehülle. Ohne sie entweicht Wärme ungenutzt nach außen, egal wie effizient die neue Heizung arbeitet.

Die Dämmung wirkt wie eine dicke Jacke fürs Haus. Sie hält die Wärme im Winter drinnen und sorgt im Sommer für angenehme Temperaturen im Inneren. Hinzu kommen angenehmere Wohnverhältnisse – kalte Wände und Zugluft gehören der Vergangenheit an. Auch der Schallschutz verbessert sich oft nebenbei.

Wichtig ist: Nicht jedes Haus profitiert gleich stark. Altbauten mit ungedämmten Wänden aus den 60er- oder 70er-Jahren haben das größte Einsparpotenzial. Bei sanierten Gebäuden oder Neubauten ist der Effekt geringer. Eine individuelle Beratung lohnt sich daher immer.

Wer langfristig Heizkosten senken und den CO₂-Ausstoß reduzieren will, sollte die Fassadendämmung ernsthaft in Erwägung ziehen. Mit Fördermitteln vom Staat wird die Investition oft deutlich günstiger. Ein guter Grund mehr, die Fassade nicht zu vergessen.

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