Wie viel kostet das Leben in der Schweiz?

In der Schweiz ist das Leben bekanntermaßen nicht billig. Doch wie viel Geld braucht man wirklich, um gut über die Runden zu kommen? Eine aussagekräftige Antwort liefert eine Erhebung des Bundesamts für Statistik aus dem Jahr 2021. Demnach verbrauchte ein durchschnittlicher Schweizer Haushalt – bestehend aus 2,1 Personen – monatlich insgesamt 9788 Franken an Bruttoeinkommen.

Davon entfielen allein 7 Prozent auf die obligatorische Grundversicherung, also die Krankenkasse. Das klingt vielleicht nach wenig, bedeutet aber immerhin über 685 Franken pro Monat, die jeder Haushalt allein für die Mindestversicherung aufwenden muss. Und das ist nur ein Teil der Fixkosten.

Die Miete, Lebensmittel, Mobilität und andere Lebenshaltungskosten schlagen natürlich deutlich stärker zu Buche. In städtischen Gebieten wie Zürich, Genf oder Basel sind die Mietpreise besonders hoch. Allein die Wohnung kann schnell die Hälfte des Einkommens verschlingen. Hinzu kommen Steuern, Transportkosten, Kinderbetreuung oder Freizeit – alles Faktoren, die das monatliche Budget zusätzlich belasten.

Ein durchschnittliches Paar mit Kindern benötigt daher oft deutlich mehr als den genannten Betrag, um komfortabel leben zu können. Gerade in Zeiten steigender Inflation und teurer Energie wird das Haushaltsbudget für viele zur Zerreißprobe.

Trotz des hohen Lebenshaltungsniveaus gilt die Schweiz als Land mit hoher Kaufkraft und gutem Sozialschutz. Doch auch das ändert nichts daran: Um hier gut zu leben, braucht man ein solides Einkommen – und ein sorgfältig geplantes Budget.

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