Wie viel Geld darf man innerhalb der EU überweisen?

Innerhalb der EU gibt es grundsätzlich keine festen Obergrenzen für Überweisungen – weder bei Inlands- noch bei Auslandsüberweisungen über das SEPA-Verfahren. Das bedeutet: Ob Sie 100 Euro oder mehrere hunderttausend Euro an ein Konto in einem anderen EU-Land senden, ist prinzipiell möglich. Wichtig ist jedoch, dass die eigene Bank möglicherweise Sicherheitsprüfungen vornimmt, besonders bei sehr hohen Beträgen.

So sieht das Geldwäschegesetz vor, dass Finanzinstitute bei auffälligen oder besonders großen Geldbewegungen handeln müssen. Ab einer Summe von 12.500 Euro in bar besteht Meldepflicht bei der Financial Intelligence Unit (FIU). Bei Überweisungen ist zwar keine automatische Meldung nötig, doch Banken prüfen solche Transaktionen verstärkt, um Geldwäsche oder Betrug zu verhindern.

Praktisch bedeutet das: Sie können theoretisch jeden Betrag überweisen, sollten aber bei hohen Summen mit Rückfragen Ihrer Bank rechnen. Diese möchte in der Regel wissen, wozu die Überweisung dient – etwa für den Kauf einer Immobilie oder eine Geschäftstransaktion. Mit entsprechenden Unterlagen wie einem Kaufvertrag oder einer Rechnung lässt sich der Zweck meist einfach nachweisen.

Zudem sollten Sie bedenken, dass die Überweisung zwar schnell geht – meist innerhalb eines Werktags –, aber bei Beträgen über 50.000 Euro zusätzliche Sicherheitsabfragen länger dauern können. Wer regelmäßig große Summen bewegt, spricht am besten vorab mit seinem Geldinstitut, um reibungslose Abläufe zu gewährleisten.

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