Der überfüllte Kleiderschrank: Wie viele Anziehsachen besitzen wir wirklich?

Ein Blick in den eigenen Kleiderschrank offenbart oft mehr, als uns lieb ist. Studien zeigen, dass die Deutschen im Durchschnitt rund 95 Kleidungsstücke besitzen – Unterwäsche und Socken gar nicht erst mitgezählt. Doch zwischen den Geschlechtern gibt es deutliche Unterschiede: Während Frauen im Schnitt auf etwa 118 Kleidungsteile kommen, begnügen sich Männer mit durchschnittlich 73 Stücken. Auch regionale Unterschiede zeichnen sich ab; so liegt der Wert in den ostdeutschen Bundesländern mit etwa 83 Teilen etwas niedriger.

Das eigentliche Problem ist jedoch nicht nur die schiere Menge, sondern die Nutzung. Viele dieser Textilien verstauben als Schrankhüter. Erschreckend viele Kleidungsstücke werden nach dem Kauf lediglich zwei Mal getragen, bevor sie ganz hinten im Schrank verschwinden oder im Altkleidercontainer landen. In Zeiten von Fast Fashion und ständig wechselnden Trends neigen viele Menschen zu Spontankäufen, die kaum nachhaltig sind.

Ein bewussterer Umgang mit Mode – etwa durch das Prinzip einer übersichtlichen Garderobe („Capsule Wardrobe“) oder den Kauf von qualitativ hochwertiger Second-Hand-Kleidung – hilft nicht nur dem Geldbeutel, sondern schont auch wertvolle Ressourcen unserer Umwelt.

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