Wie viel kostet die Krankenversicherung in Schweden?

In Schweden genießt die Bevölkerung ein starkes öffentliches Gesundheitssystem, das vom Staat getragen wird. Dennoch entscheiden sich immer mehr Menschen für eine private Krankenversicherung, um Wartezeiten zu verkürzen und schneller zu Spezialisten zu gelangen. Doch was kostet so eine zusätzliche Absicherung?

Die Preise für private Krankenversicherungen in Schweden hängen stark vom Alter ab. Wer zwischen 50 und 54 Jahre alt ist, zahlt durchschnittlich 613 SEK pro Monat. Mit steigendem Alter steigen auch die Beiträge: Zwischen 55 und 59 Jahren sind es bereits 818 SEK, zwischen 60 und 64 Jahren 986 SEK. Ab 65 Jahren kann der Basisschutz 1.360 SEK im Monat kosten.

Wer zusätzliche Leistungen wie psychologische Betreuung oder bessere Behandlungsoptionen wünscht, kann ein Zusatzpaket abschließen. Dieses erhöht die Kosten deutlich – bei den über 65-Jährigen beispielsweise auf bis zu 2.118 SEK monatlich. Solche Policen bieten zwar mehr Komfort und schnellere Termine, sind aber keine Alternative zum öffentlichen System, sondern eine Ergänzung.

Interessant ist, dass private Versicherungen in Schweden nicht den Zugang zum Gesundheitssystem regeln – den haben alle über die staatliche Versorgung. Vielmehr geht es um mehr Bequemlichkeit und kürzere Wartezeiten. Viele nutzen sie daher gezielt für bestimmte Behandlungen, etwa eine fachärztliche Untersuchung oder eine Therapie, bei der öffentliche Wartezeiten länger sein können.

Wer über eine private Absicherung nachdenkt, sollte daher genau prüfen, ob der Mehrwert die Kosten rechtfertigt – besonders im Vergleich zu den Leistungen, die das öffentliche System bereits bietet.

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