Wie viel Kredit ist wirklich gesund?

Die Frage, wie viel Kredit man sich leisten kann, beschäftigt viele – besonders bei einer Immobilienfinanzierung. Eine klare Antwort gibt es nicht, doch als Faustregel gilt: Die monatliche Kreditrate sollte idealerweise nicht mehr als 40 Prozent des Nettoeinkommens betragen. Der Rest bleibt dann für Miete, Lebensmittel, Versicherungen, Kleidung, Freizeit und unerwartete Ausgaben wie kleinere Reparaturen oder Anschaffungen.

Warum gerade 40 Prozent?

Weil das Leben mehr kostet als nur Raten. Wer fast sein gesamtes Einkommen für einen Kredit braucht, lebt ständig am Limit. Ein kaputter Kühlschrank, ein plötzlicher Umzug oder eine längere Krankheit können dann schnell zur finanziellen Zerreißprobe werden. Deshalb raten Experten der Verbraucherzentrale dazu, genügend Puffer einzuplanen.

Gerade bei Immobilien ist Vorsicht wichtig: Ein günstiger Zinssatz lockt schnell, aber langfristig zählt die Sicherheit. Steigen die Zinsen oder fallen die Einkünfte weg, darf die Belastung nicht überfordern. Wer plant, sollte daher nicht nur das jetzige, sondern auch ein mögliches künftiges Einkommensniveau berücksichtigen – etwa bei Teilzeit oder Rente.

Ein gesundes Verhältnis aus Einkommen, Sparrate und Kreditbelastung sorgt für Ruhe im Haushalt. Es geht nicht darum, das Maximum auszureizen, sondern darum, langfristig gut zu leben – ohne ständig aufs Konto schauen zu müssen.

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